Ergebnis

Effekte


Die unterschiedlichen zu erwartenden Effekte werden betrachtet und deren Ergebnisse bei der Verwertung hervorgehoben.
Probleme eines nicht funktionsfähigen sektorübergreifenden Versorgungsmanagements wie falsch eingeschätzte oder zu spät festgestellte Nachsorgebedarfe, unklare Zuständigkeiten, fehlende Kostenübernahmen und – zusagen sowie fehlende Standards in der Überleitung werden gezielt minimiert.
Der wirtschaftliche Effekt gestaltet sich aus Sicht der Akteure des Gesundheitswesens in erster Linie in der erwarteten Kosteneinsparung. Durch die Verbesserung der Kommunikationswege hinsichtlich der poststationären Versorgung des Patienten werden die Zeitressourcen und der Arbeitseinsatz effektiver genutzt.
Der wirtschaftliche Effekt für das Wohnungsunternehmen ergibt sich durch die Attraktivitätssteigerung des Wohnumfeldes. Insbesondere ältere und alleinstehende Menschen, die in Zukunft am stärksten wachsende Bevölkerungsgruppe, werden immer gezielter nach Hilfeleistungen zur Verbesserung der Lebensqualität im eigenen Wohnumfeld suchen.
Die strukturellen Effekte können in drei Punkte gegliedert werden. Der Aufbau eines sektorübergreifenden Versorgungsmanagements führt zu einer besseren Vernetzung der Akteure und schnelleren und gezielteren poststationären Versorgungsprozessen des Patienten. Hinsichtlich der Nachbarschaftshilfe werden der Quartiersgedanken und das Gemeinschaftsgefüge in den städtischen Gebieten verstärkt. Insgesamt entsteht durch die Integration des sektorübergreifenden Versorgungsmanagements und der unterstützenden Nachbarschaftshilfe eine bessere Wohn- und Lebensqualität für die Bewohner des Quartiers.
Die sozialen Effekte spiegeln sich in der Stärkung des sozialen Gefüges wider. Zudem wird das soziale Bewusstsein der Bewohner durch die Möglichkeit der Nachbarschaftshilfe gesteigert.

Das Forschungsprojekt hat darüber hinaus das Ziel, die kulturellen, geschlechtsspezifischen und altersbedingten Unterschiede zu berücksichtigen. Das Forschungsprojekt wird dementsprechend gestaltet, so dass ein hohes Maß an Übertragbarkeit auf andere Quartiere und Städte möglich ist. Dabei können die Modelle hinsichtlich der Koordination anstelle von Wohnungsunternehmen auch durch Kommunen und anderen karitativen oder städtischen Organisationen verantwortet werden.